• © Sriram Srivigneswaramoorthy

22 03 2019

Filmfahrt 2019 | Hunger

HfG Film|Video präsentiert

HUNGER
Die Filmfahrt des Jahres 2019

 

 

Regie

Martus Emerson, Haben Ghebregziabher, Ludwig Kempf, Efe Levent, Balduin Mund, Julian Pauli

 

Schauspiel

Duc Nguyen, Cara Remke, Liane Grenenz, Katrin Wildemann, Julia Braun, Franziska Fechting / Musical Arts Academy Mainz

 

Komposition, Musik

David Adu-Appeagyei, Björn Bock, Viktor König, Duc Nguyen, Sarah Stendel, Julian Pauli

 

Grundkurs Film: Prof. Rotraut Pape

Grundlagen: Claus Withopf

Drehbuch: Birgit Lehmann

Bildgestaltung: Nina Werth

Schauspiel: Ullrich Cyran

Filmmusik: Peter W. Schmitt

Montage, Realisation: Erika Surat Andersen

Audio/Mischung: Bernd Zimmermann

 

HfG 2019 © bei den Autor_innen

 

 

17.4 20:00 Uhr. Rechte Kapelle

Julian Pauli Weit Weg

Balduin Mund Waldstraße

Ludwig Kempf Nam City

Haben Ghebregziabher Material Girl #knausrigsMädle

Efe Levent Klassenfahrt 2019

Martus Emerson Abgelaufen

 

 

 

Nach der allgemeinen Grundausbildung in den wichtigsten künstlerischen Disziplinen spezialisieren sich die Studierenden im 2.HfG-Semester auf einen Studienschwerpunkt. Neueinsteiger werden jeweils zum Sommersemester in den Filmbereich aufgenommen und von Prof. Rotraut Pape und flankierenden Dozent_innen intensiv betreut und in wöchentlichen Seminaren in alle konzeptionellen, handwerklichen und organisatorischen Bereiche des Filmemachens eingeführt. An manchen langen Wochenenden gibt es zusätzliche Kompaktkurse für Kameraführung und Lichtgestaltung, flankiert von Workshops für Tonaufnahme und -bearbeitung.

 

Gleich zu Beginn des Semesters findet ein Casting mit Studierenden der Musical Arts Academy Mainz / Schauspiel statt, die angehenden Filmemacher_innen der HfG wählen ihre Protagonist_innen aus und schreiben ihnen anschließend die Kurzgeschichten direkt auf den Leib.

 

In der vorlesungsfreien Zeit im Sommer fährt das Team mit ihren Schauspieler_innen in ein Gruppenhaus in der Umgebung, um das Gelernte und Geplante praktisch umzusetzen. Pro Tag dreht die Gruppe eine abgeschlossene Episode mit professionellem Equipment, wobei jede inszenierende Autor_in / Regisseur_in bei den Dreharbeiten der anderen abwechselnd Kamera, Ton, Licht, Aufnahmeleitung usw. macht und so alle Posten, Probleme und Reize, die die echte Dreharbeiten mit sich bringen, kennen lernt.

 

Im darauffolgenden Sommer Semester werden die Filme geschnitten, mit Musik versehen und fertig gestellt. Premiere findet in der jeweils ersten Woche im Sommersemester statt, die neuen Regisseur_innen lernen das neue Schauspiel Team kennen…

 

  • Trilogie von Brenda Lien auf arte
  • Filmstill Call of Beauty
  • Call Of Cuteness
  • Deutscher Kurzfilmpreis an Brenda Lien

07 03 2019

Trilogie von Brenda Lien auf arte

Diese Woche: Digitale Selbstdarstellung – für einen Großteil der Nutzer einschlägiger Social Media Plattformen zentraler Bestandteil täglicher Routinen. (2) Brenda Lien ist Autorenfilmerin und Filmmusik-Komponistin. „Kurzschluss“ zeigt Liens Trilogie „Call of Comfort“ .Die Kulturwissenschaftlerin Dr. Katja Gunkel über den Wahn der Selbstoptimierung.

 

 (1): Call of Cuteness
Animationsfilm von Brenda Lien, Deutschland 2017, Erstausstrahlung
Provozierend, verstörend und gnadenlos seziert Brenda Lien unser Verhältnis zu einem der beliebtesten Haustiere – der Katze. In dem kurzen und präzisen Animationsfilm verschmelzen Bilder von Kastrationen und Gentests mit solchen der „Cat Fails“. Bissig und kompromisslos wird uns vorgesetzt, was wir gerne sehen, aber auch, was wir lieber nicht sehen würden. Mit seinem abstrakten Horror schlägt „Call of Cuteness“ die Brücke zwischen tausenden YouTube-Videos, von den „Lol Cats“ bis zum „Snuff“-Film.


(2): Zoom – Digitale Selbstdarstellung
Digitale Selbstdarstellung – für einen Großteil der Nutzer einschlägiger Social Media Plattformen ist sie zentraler Bestandteil täglicher Routinen. Schöner, erfolgreicher und bereister zu sein als „die anderen“, ist die große Herausforderung. Die Selbstachtung fällt und steigt mit den Likes und Followern. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich „Kurzschluss – Das Magazin“ mit dem Thema Selbstoptimierung.


(3): Call of Beauty
Kurzfilm von Brenda Lien, Deutschland 2016, Erstausstrahlung
„Call of Beauty“ ist eine bissige Satire über einen Bereich der YouTube-Szene und der medial verzerrten Schönheitsideale. Die Bilder sind bunt, schrill, hell und extrem schnell montiert. So entsteht einerseits der Look des behandelten Mediums, aber auch das Gefühl der Überwältigung, das Zuschauer beim Anschauen der entsprechenden Clips empfinden. Als krassen Gegensatz dazu inszeniert Lien die Welt hinter den Kulissen. Dunkle Bilder, grelle Neonschminke – hier wird der Kampf um die meisten Klicks zum Krieg.


(4): Begegnung – Brenda Lien
Brenda Lien studiert Kunst im Schwerpunkt Film und Animation an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Sie arbeitet als Autorenfilmerin und Filmmusik-Komponistin und reflektiert in ihrer zwischen 2016 und 2018 entstandenen Trilogie das Thema „massentaugliche Erzählkonzepte“ und „schnelle Filme“. Mit „Call of Comfort“ gewann sie den deutschen Kurzfilmpreis 2018. „Kurzschluss – Das Magazin“ zeigt Liens Trilogie und spricht mit ihr über ihre provokante Ästhetik und Sichtweise sowie den neuen Feminismus.


(5): Call of Comfort
Kurzfilm von Brenda Lien, Deutschland 2018, Erstausstrahlung
„Call of Comfort“ ist der letzte Film in Brenda Liens Trilogie. Er lehnt sich an die Ästhetik von Youtube-Meditationsvideos an. Er geht aber auch auf die Datensammelwut von Apps und sozialen Netzwerken ein. „Ich wollte, dass der Film unheimlich wirkt“, so die Regisseurin. „Call of Comfort“ sei ein Exkurs in die Science-Fiction, ergänzt sie, ein Genre, in dem man soziale und gesellschaftliche Gedankenexperimente durchspielen könne. Der Film gewann 2018 den Deutschen Kurzfilmpreis für den besten Experimentalfilm.

 

Sit back and relax.

  • Ivan Robles-Mendoza und Matthias Lawetzky
  • Screening auf dem European Film Market der 69. Berlinale – Brenda Lien und Matthias Lawetzky von der Hochschule für Gestaltung Offenbach
Foto: Horst Martin
  • Berlinale: Hessen Talents
  • Gruppenfoto der Hessen Talents auf dem European Film Market Foto: Horst Martin hfma
  • Berlinale: Hessen Talents
  • A WOMAN BRUSHING HER TEETH
  • Appalachian Holler
  • Call of Comfort

15 02 2019

Berlinale: Hessen Talents

Zur diesjährigen 69ten Berlinale wurden im Rahmen des von der hFMA initiierten Programms „Hessen Talents“ zwei Studierende, ein Alumnus und ein Doktorand der hfg_Offenbach vorgestellt: Brenda Lien, die ebenfalls dieses Jahr bei den Talents dabei ist, mit ihrem Film CALL OF COMFORT. Deike Schwarz mit A WOMAN BRUSHING HER TEETH. Matthias Lawetzky mit APPALACHIAN HOLLER und Sebastian Mühl mit seinem Film SATELLITES.

 

Das Screening im Rahmen des European Film Market (EFM) der Berlinale, bei dem auch studentische Arbeiten anderer hessischer Hochschulen vor Fachpublikum präsentiert wurden fand am Mittwoch, den 13.02.2019 im Cineplexx statt. Am Dienstag  gab es für alle ein straffes Programm mit Empfängen verschiedenster Bundesländer, natürlich Hessen, aber auch NRW und Schleswig-Holstein, zur AGKurzfilm in den roten Salon. Dort gab es viel Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und in die eher politische Welt des Films zu blicken. Neben den regulären Filmscreenings der Berlinale besonders im Forum, das Stehen in endlosen Schlangen und das Rennen von Kino zu Kino, eine willkommene Abwechslung.

Am Ende husten alle und fahren erschöpft mit glücklich eingefangenem Input aber krank nach Hause. (ML 15.2.)

 

HIER FINDEST DU MATERIAL:

 

Das HESSEN TALENTS Programm wird alljährlich vom Fachpublikum auf dem Hessischen Hochschulfilmtag im Rahmen des Kasseler Dokfestes und einer Jury von Professor_innen der filmschaffenden Hochschulen Hessens ausgewählt. Die HESSEN TALENTS 2019 werden präsentiert von der hFMA mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

 

Die HESSEN TALENTS 2019-Broschüre und Pressemitteilung download

Auf Anfrage versenden wir gerne gedruckte Exemplare.

Pressefotos (Filmstills & Portraits der Filmschaffenden) finden Sie hier.

Gerne können Sie das Material mit Benennung der Quelle für ihren Newsletter oder sonstige Kanäle verwenden. Bitte beachten Sie bei Verwendung den Bildnachweis.

https://www.hfmakademie.de/de/pages/hessen_talents

  • Tim Seger + Matthias Lawetzky, 10. FIFE Hochschulfilmfestival Casablanca, Marokko
  •  2.v.lks Tim Seger 1. Preis Fiktion
  • Matthias Lawetzky 1. Price Dokumentarfilm
  • Interview Tim Seger (Fiktion)
  • Locky
  • A Place to Fight

19 12 2018

Seger/Raab & Lawetzky win Casablanca

 
  • Call of comfort | Brenda Lien
  • Deutscher Kurzfilmpreis an Brenda Lien
  • Foto: Gerhard Wissner
  • Foto: Gerhard Wissner
  • Call of comfort | Brenda Lien
  • Call of Comfort

29 11 2018

Deutscher Kurzfilmpreis an Brenda Lien

Kulturstaatsministerin Grütters hat in Potsdam am 28. November den Deutschen Kurzfilmpreis 2018 verliehen. „Damit wir auch in Zukunft hochwertige deutsche Kurzfilme sehen dürfen“, will der Bund die Produktionsförderung für Kurzfilme im kommenden Jahr auf bis zu 500.000 Euro verdoppeln, kündigte die Staatsministerin an.

 

Der Deutsche Kurzfilmpreis ist die wichtigste und am höchsten dotierte Auszeichnung für den Kurzfilm in Deutschland. In Potsdam konnten sich sechs Filmteams über diese Auszeichnung freuen. Prämiert wurden Filme in fünf Kategorien: Spielfilm bis zehn Minuten Laufzeit, Spielfilm mit einer Länge zwischen 10 und 30 Minuten, Animationsfilm, Experimentalfilm und Dokumentarfilm, je bis 30 Minuten Laufzeit. Auch in diesem Jahr wurde ein Sonderpreis für einen Film mit mehr als 30 Minuten Länge vergeben.

 

 

Die Gewinnerinnen und Gewinner der Kurzfilmpreise erhalten je eine Prämie von 30.000 Euro. Bereits eine Nominierung ist mit 15.000 Euro dotiert, die auf die Auszeichnungsprämie angerechnet wird. Die Prämie für den Sonderpreis beträgt 20.000 Euro. Die Prämien müssen zweckgebunden für die Herstellung eines neuen Kurzfilms, eines Films mit künstlerischem Rang oder für eine Projektvorbereitung verwendet werden.

 

 

„Call of Comfort“ von Brenda Lien gewann in der Kategorie Experimentalfilm bis 30 Minuten Laufzeit. „Nichts Gutes“ verheiße ihr „visionärer Blick in unsere nahe Zukunft“, so die Jury, und doch sei er „eine vergnügliche Warnung an all jene, die noch nicht glauben, dass es für den Menschen, wie wir ihn kannten, bereits längst zu spät ist.“

 

 

 

Director: Brenda Lien                                           
CALL OF COMFORT  
8:50min | Germany

 

“Please agree to terms and conditions
to be a part of the Community,”
says the Big Data crystal ball
as it bathes you in positive affirmations
and hyper-personalized ads,
“All for your own benefit, of course.”
You are a neverending energy source.
Feel your body
becoming heavy and relaxed,
and just say,
„Yes!“

  • Alte Oper, Frankfurt. 12.10.2018
  • Kunstminister Boris Rhein (Mitte) überreicht Matthias Lawetzky von der Hochschule für Gestaltung Offenbach den Preis für den Besten Hochschulfilm. Jochen Schropp, Luise Bähr (rechts)
© Markus Nass
  • Anika Wager, Brenda Lien, Matthias Lawetzky, Ivan Robles Mendoza, HfG
  • Claus Witthopf, Matthias Lawetzky, Ivan Robles Mendoza, HfG
  •  2018 | Dokumentarfilm | 29 Minuten | englisch | englisch Untertitel |
  • Appalachian Holler

13 10 2018

Matthias Lawetzky gewinnt HFP 2018

Hessischer Film- und Kinopreis 2018 Kategorie Hochschulfilm
Appalachian Holler (Deutschland 2018, 29 Min.)
Regie: Matthias Lawetzky | Hochschule für Gestaltung Offenbach| Preisgeld: 7.500 Euro

 

„Die Appalachen gelten als eines der Armenhäuser Nordamerikas – der Kohleboom ist vorbei, die Landwirtschaft tut sich schwer – und in diesen Bergen entstand die „Mountain Music“, der Ursprung der Country- und später Bluegrass Musik. Matthias Lawetzky, Absolvent der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, nähert sich in seinem Dokumentarfilm „Appalachian Holler“ den Einwohnern dieses Mittelgebirges und ihrer Beziehung zu dieser Musik sehr einfühlsam. In ruhigen und intensiven Bildern trägt er die Geschichten der Einheimischen vor und untermalt dies mit simplen, ehrlichen Strukturen der Mountain Music. Mit seiner Kamera bewahrt er respektvoll Distanz zu den Gesichtern, den Instrumenten und Häusern, um die herrschende Armut nicht unnötig zu betonen. Die Schnitte sind ruhig und unaufdringlich und schaffen eine harmonische Verbindung von Schauplatz und Musik. Matthias Lawetzky hat eine innovative Idee für ein dokumentarisches Thema in einen beeindruckenden Abschlussfilm verwandelt.“

 

Appalachian Holler
Matthias Lawetzky´s Interesse im Film lag anfangs auf der Arbeit mit Schauspielern als Regisseur mit selbstgeschriebenen Drehbüchern, mischte sich dann langsam mit einer durch die Kameraarbeit inszenierten Realität, bis er statt der Schauspieler_innen „echte“ Menschen vor seine Kamera brachte: als Regisseur, Kamera + Tonmann in personal-union. Es geht in seinen Filmen immer um Figuren am Rande der Gesellschaft. Ein Heroinabhängiger, den er liebevoll begleitet in die hintersten Ecken von Tiefgaragen, ein Bauer auf einem verlorenen Hof in den Bergen Italiens, indonesische Wettkämpfer und Liebhaber des auch dort verbotenen Hahnenkampfs und jetzt sein grandioser Abschlussfilm über den Hinterhof Amerikas: Appalachian Holler.

 

 

Die Appalachen. Ein karger, mehr als 2000 km langer Gebirgszug zwischen West Virginia, Kentucky, Tennessee… – zählt zu den ärmsten Gegenden der USA, hier lebt die sogenannte white trash kultur, Kohleminen Arbeiter früher, jetzt ohne Arbeit meist. Gezeichnet. Verloren. sogenannte Hillbillies: die „Billies vom hinterm Berg“. Mit einer lebendigen Musikkultur: oldtime music. Das man es mit einem Musiker zu tun hat, merkt man spätestens am Schnitt des Films – hier fließt alles zusammen, hier wird der Rhythmus konzentriert. Das ist die Tür, durch die Lawetzky in diese Welt kommt: über die Musik. Country, Roots music, Bluegrass – da kennt er sich genau aus. Kann das auch selbst spielen, Banjo inklusive. Nicht zuletzt deswegen wird er ernst genommen von den Hillbillies, die ihn mitnehmen in ihre Häuser, zu ihren Treffen. Uns mitnehmen.

 

 

Ein atemberaubender Dokumentar Film. Eine Reise an menschliche Abgründe. Und im Hintergrund knallt es des Öfteren. Das sind die Gewehre von denen dort jeder mindestens eines griffbereit hinter der Tür stehen hat.Das ist der Stoff aus dem Murderballads geschrieben werden, sein zentrales Thema ist ausbaufähig.
Rotraut Pape