• FENSTER ZUR STRASSE - Werkleitz Ausstellung
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10 01 2012

FENSTER ZUR STRASSE – Werkleitz Ausstellung

Das Werkleitz-Zentrum (Bild) für Medienkunst ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Ziel vorrangig in der Förderung und Realisierung von Medienkunstprojekten sowie in deren Präsentation und Distribution besteht. In Kooperation mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle betreibt Werkleitz mit Videorama einen Präsentationsort für Videokunst und mediale oder performative Installationen.

Das Fenster zur Straße 
Ausstellung der HfG Offenbach in der Werkleitz Gesellschaft e.V., Halle/Saale
Laufzeit: Februar 2012

Speziell für die Dimensionen des Werkleitz-VIDEORAMA-Fensters zugeschnitten, werden neue Arbeiten aus dem Lehrgebiet Film/Vido von Prof. Rotraut Pape als nächtliche Projektionsschleifen präsentiert.

Mit Arbeiten von:
Leslie Bauer, Jos Diegel, Boris Dörning, Merlin Flügel, André Kirchner, Andrew Meyer, Eva Münnich, Aleksandar Radan, Maximilian Reimann, Oliver Rossol, David Sarno, Yaschar Scheyda, Jonatan Schwenk, Moritz Uebele, Rudolf Weißbeck und Sabrina Winter.
Koordination: Boris Dörning

Die Filme/Animationen: 

Leslie Bauer / Dorn-Assenheim 
Dokumentarfilm, 2012, Loop 
Bilder aus einem Hinterhof im ländlichen Dorn- Assenheim. 
Jedes Jahr kommen Muslime nach Hessen in die tiefste Wetterau um hier gemeinsam ihr traditionelles Schlachtfest zu feiern und ihre Kultur zu leben. Jede Familie opfert ein Lamm.

Jos Diegel / Kollektivfilm 
35mm / Video, 4:51 min., 2012, Loop 
Der Film begreift sich als kinematografisches Experiment im Zuge der Selbstbestimmung und Zweckentfremdung gesellschaftlicher Szenarien durch den persönlichen Eingriff und die gemeinschaftlichen Handlungen. 50 Personen beteiligten sich im Rahmen einer Ausstellung im Deutschen Filmmuseum Frankfurt an der Produktion eines eigenen Teils des kollektiven Films durch Beschriften, Zerkratzen, Bemalen und neu Zusammensetzen von 35mm Filmmaterial.

Boris Dörning / PULS 
2:00 min., 2012 (Loop) 
Ein Blick in einen pulsierenden, atmenden und hypnotischen Raum.

Merlin Flügel / Peripherie 
Animation, 2012, Loop 
Ich ziehe die Linie über die Hüfte und das Tablett mit den Drinks. Verbindungen werden hergestellt, Löcher gebohrt, Brücken gebaut und wieder eingerissen. Die Bewegung zieht Schlieren über das Fenster.

André Kirchner / kaldi (windstärke 4 – frische brise) 
3:30 min., 2012, Loop 
Stillstand ist der Tod. /Rauchzeichen aus Island.

Andrew Meyer / Fahrtüberkopf 
2012, Loop 
In Fahrtüberkopf wird ein Klassik-Musikstück von Buchwald-Finkbeiner-Joneleit-Zeller, Titel # 07 übersetzt in eine visuell auf den Kopf gestellte Motorradfahrt durch die Indonesische Stadt Denpasar auf Bali.

Eva Münnich / Tell me something i don´t know yet 
3:44 min., 2010, Loop 
Der Satz „Tell me something I don’t know yet“ wird übergroß ins Schwarz projiziert. Die Wörter, aus bunten Reklame-Leuchtbuchstaben zusammengesetzt, stellen eine Forderung die im Kontext von Kunst und Konsum nahezu unerfüllbar erscheint. Der Text ist mit schemenhaften und verfremdeten Aufnahmen einer Metrofahrt durch Paris hinterlegt. Paris mit dem Eiffelturm als Symbol das jeder kennt bildet den plakativen Hintergrund der Forderung nach Neuem.

Aleksandar Radan / Frau kennengelernt 
TV/Video, 2012, Loop 
Ein Mann und die ihm vom Filmemacher in den Mund gelegte romantische Geschichte vom fiktiven Kennenlernen seiner Frau. Eine erzählerische Live-Improvisation zu einem stummgeschalteten Fernsehprogramm.

Maximilian Reimann / Panoramapark 
2:43 min., 2012, Loop 
Alte 8mm Aufnahmen wurden abgefilmt, bearbeitet und neu arrangiert. Erinnerungen des Filmermachers aus vergangenen Zeiten verschmelzen durch die Anordnung der Szenen zu Bewegung. Die Musik erzählt von einer eigenen Erinnerung und trifft sich dennoch immer wieder mit dem Bild.
Musik: Dominik Keggenhoff

Oliver Rossol / Reise 
4:15 min., 2012, Loop 
Flüchtige Impressionen einer Kleinstadt durchbrechen das verdreckte und zerkratze Flackern eines Super 8 Filmstreifens.

David Sarno / Haut 
2012, Loop 
Zwei sich spürende Körper.
 Haut an Haut.
 Armeen von Berührungen.
 Grausam und Schön.

Yaschar Scheyda / Me In You 
3:00 min., 2012, Loop 
Noch eine Nacht kämpf‘ ich draußen an deiner Stadt,
 denn ihr erbautet bereits so viel
, dass du mich selbst bei Tageslicht darin vergessen dürftest.
 Dein Abbild an Gehwegen vertraut mir innig an, 
dass deine Tür es müde ist mich herauszufischen, wenn ich zwischen euren Häusern ertrinke.

Ich komm jetzt rein!

Jonatan Schwenk, Maximilian Reimann
NEUNUNDACHTZIG
 
Stoptrick-Animation, 2:30 min., 2012, HD, Loop 
Es braut sich was zusammen über dem Niemandsland rund um die Mauer. Trotzdem wagt sich ein junger Mann auf die Barrikaden. Mit seinem eigenwilligen Protest setzt er sich über Grenzen hinweg, und setzt ohne es zu ahnen bedeutende Zeichen. Großen Dingen gehen kleine voraus.
Eine ironische Geschichte, die von wahren Ereignissen inspiriert ist, und die sich so nicht nur 1989 in Berlin abgespielt haben könnte, sondern auch in diesen Tagen oder erst in ferner Zukunft stattfinden könnte; so lange es Menschen gibt, die „nie die Absicht hatten, eine Mauer zu bauen“.

Moritz Uebele / Hooray | Boohoo 
3:19 | 3:30 min., 2010, Super 8 Transfer. Loop 
Hooray entstand aus Neugier auf verschiedene Techniken des „direct film“ und wurde auf einer durchgehenden Rolle Super 8 gefertigt. Boohoo entstand auf einer durchgehenden Rolle Super 8, die von Hand mit schwarzer Tinte und Permanent Marker bearbeitet wurde.

Rudolf Weißbeck / lalabla 
Loop, 2012 
lalabla verwendet das Slit-Scan Verfahren. Bei diesem Verfahren wird der Film an einem Schlitz vorbeibewegt und durch diesen belichtet.

Sabrina Winter / Supermarkt 
Animation, 2:00 min., 2012, Loop 
Eine Menschenmenge schaut uns durch das Schaufenster an. Geld schwebt über ihren Köpfen. Waren fahren vorbei. Ein alter Mann zählt sein Geld.