28 03 2016

Lichter: HFG brennt

LICHTER ist das Filmfestival für Frankfurt und Rhein-Main: Mit den besten Lang- und Kurzfilmen aus der Region, einem internationalen Filmprogramm und interdisziplinären Podiumsdiskussionen zum Thema »Grenzen«, dem Lichter Art Award für zeitgenössische Videokunst, Partys, Musik und vielen prominenten Gästen – vom 29. März bis 3. April 2016 findet das ​Lichter Filmfest Frankfurt International zum neunten Mal statt.
Die HfG Of­fen­bach wird nicht nur von Alum­nus Gre­gor Maria Schu­bert als In­itia­tor und Lei­ter des Fes­ti­vals ver­tre­ten, son­dern auch durch wei­te­re Pro­duk­tio­nen. Ein Glanzlicht des jungen deutschen Kinos ist der Abschlussfilm des Filmfests am 3. April 2016: Die Hessenpremiere »Jonathan« von HfG-Absolventen Piotr Lewandowski ist ein sensibles Coming-of-Age-Drama. Das Leben des 24-jährigen Jonathan gerät aus den Fugen, als sich der Jugendfreund seines todkranken Vaters auch als dessen Liebhaber zu erkennen gibt. Für das Drehbuch zu Jonathan erhielt Lewandowski 2013 den Hessischen Filmpreis.


In den Kurzfilmrollen sind zudem weitere Produktionen von Studierenden, AbsolventInnen und Dozenten der HfG zu sehen:
Lichter-Filmfest Trailer von Daniel Jude
EVA BECKER
JOS DIEGEL
MATTHIAS LAWETZKY
BRENDA LIEN
ALEKSANDER RADAN
OLIVER ROSSOL
DAVID SARNO
LUTZ JAHNKE
OLGA PETROVA
LILO MANGELSDORFF
GUNTER DELLER
CORNELIA SCHENDEL
PIOTR J. LEWANDOWSKI

Rotraut Pape: Die Mauer – Der vertikale Horizont

im Rahmen der Begleitausstellung »/Grenzparcours // Walk the Line!« wird zudem »Die Mauer – Der vertikale Horizont« von Rotraut Pape, Professorin für Film/Video an der HfG, zu sehen sein.

  • „Frischfilm – Hochschulfilme“
  • „Frischfilm – Hochschulfilme“
  • „Frischfilm – Hochschulfilme“
  • „Frischfilm – Hochschulfilme“
  • Am Ende vor dem Anfang
  • Neunundachtzig

16 03 2016

„Frischfilm – Hochschulfilme“

Ob Kurzspielfilm, Dokumentation oder Animation – an den Hochschulen in Offenbach, Darmstadt, Wiesbaden und Kassel entstehen Filme, die für Aufsehen sorgen und auf internationalen Festivals oft ausgezeichnet werden. Die Studenten der Trickfilmklasse der Kunsthochschule Kassel haben sogar schon zweimal Hollywoods-Oscars nach Hessen geholt.

 

In der neuen Ausgabe von „Frischfilm – Die neuen Hochschulfilme“ stellt das hr-fernsehen in der Nacht von Mittwoch, 16. März, auf Donnerstag von 0.45 bis 1.45 Uhr erneut eine Auswahl von Produktionen vor, die an hessischen Hochschulen entstanden sind.

 

Mehr Informationen zu „Frischfilm“ inklusive einiger Filmausschnitte finden sich nach der Ausstrahlung unter www.frischfilm.hr.de im Online-Angebot des hr. EinsFestival sendet „Frischfilm – Die neuen Hochschulfilme“ am Freitag, 18. März, um 00.05 Uhr.

 

Neunundachtzig

Maximilian Reimann, Jonatan Schwenk

Stoptrick-Animationsfilm, Hochschule für Gestaltung Offenbach, 2012, Länge: 2’34“

 

Es braut sich was zusammen über dem Niemandsland rund um die Mauer. Trotzdem wagt sich ein junger Mann auf die Barrikaden. Mit seinem eigenwilligen Protest geht er über Grenzen hinweg und setzt, ohne es zu ahnen, bedeutende Zeichen. Inspiriert von realen Begebenheiten.

 

 

Am Ende vor dem Anfang

Matthias Winckelmann

Experimentalfilm, Diplom Hochschule für Gestaltung Offenbach, 2012, Länge: 7’20“

 

Darsteller: Tebo Gabriel, Ole Paul Driever, Tanja Brechmann, Christian Harting

 

Am Ende vor dem Anfang bleibt alles gänzlich unerwartet. Wir erwarten eine Geschichte wie sie im Leben passiert, doch sehen einen Film der über das Leben philosophiert. Keinen Abschnitt des Filmes können wir vorhersehen und doch erzeugen wir immer wieder Erwartungen daran, was als nächstes passieren müsste.

 

So wie der Zuschauer den Film betrachtet, betrachtet ein Kind unsere Gesellschaft. Sein Blick schweift durch das Zugabteil von einer Person zur nächsten. Menschen die sich in Erwartungen verlieren und stets versuchen dem Idealbild ihrer Rolle zu entsprechen. Letztendlich sitzen wir alle in diesem Zug und versuchen einen vorgegebenen Platz in der Welt zu finden.

 

In einer surrealen Collage bricht „Am Ende vor dem Anfang“ Erwartungen an Rollenbilder, Gesellschaft und Wirklichkeit. Ein Film der keine Geschichte erzählen will, sondern in poetischen Bildern das Leben selbst beschreibt. Keine Diktatur der Zusammenhänge, sondern eine Glorifizierung der Interpretation.