• André Kirchner: SURREALISMUS Jury-Preis Deutsches Filmmuseum
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18 08 2014

André Kirchner: SURREALISMUS Jury-Preis Deutsches Filmmuseum

Filmmuseum Frankfurt:
Kurzfilmwettbewerb “Bewusste Halluzinationen”

 

BALKONIEN von André Kirchner erhält den Preis der Jury.
Begründung der Jury:

 

“BALKONIEN ist ein kleines surrealistisches Meisterwerk in ungewöhnlicher filmischer Sprache: Es verweigert sich radikal naheliegenden technischen Möglichkeiten, indem etwa auf Kamerabewegung verzichtet wird. Die in einem Guckkasten wie in einer surrealistischen Box statisch inszenierten Objekte bewegen sich nicht durch das Zutun des Regisseurs André Kirchner, sondern einzig durch äußere Einflüsse – in einer Laborsituation entstehen Kadaver: Schokolade schmilzt unter Hitzeeinwirkung, Rucola verfällt mit der vergehenden Zeit. Die Dinge entwickeln ein unheimliches Eigenleben. Ihre Metamorphose wird in extremer Nahaufnahme verfolgt, gleichsam mikroskopisch, ganz im Interesse der frühen Surrealisten für die Welt hinter dem mit bloßem Auge Sichtbaren. Zerstörerisch schleicht sich auch die bis zur Schmerzgrenze aggressive kontrapunktische Tonspur ins Ohr. Eklig, anarchisch, fragmentarisch und ungeheuer komisch – BALKONIEN ist lebendiger filmischer Surrealismus.”

 

Noch bis Sonntag, 31. August, läuft im Internet parallel eine Publikumsabstimmung. Die zehn Beiträge mit den meisten Stimmen sind bei der öffentlichen Abschlussveranstaltung zum Wettbewerb am Samstag, 13. September, um 15 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums zu sehen.
Die drei beliebtesten Filme werden zudem einen Monat lang mehrmals täglich auf der Leinwand im Foyer des Museums gezeigt.

 

www.bewusste-halluzinationen.de
www.visuellebiotope.de

 

Der filmische Surrealismus

Die aktuelle Ausstellung im Deutschen Filmmuseum unternimmt eine Reise um die Welt zur Zeit der 1920er und 1930er Jahre: Im Zentrum stehen dabei der Film und die Faszination der frühen Surrealisten für das Kino. Die rasante internationale Verbreitung der surrealistischen Geisteshaltung, ihr Einfluss auf das filmische Schaffen weltweit sowie die Wirkung, die das Filmische als explizit surrealistsche Ausdrucksform in anderen Künsten entfaltete, sind die Schwerpunkte der Ausstellung.