closed-circuit video-installation (documentation) --- Die Echtzeit-Inszenierung von Kamera, Monitor und Mensch lässt den Betrachter zum unwissentlichen Protagonisten im eigenen Erkenntnisprozess um Abbildhaftigkeit und Präsenz werden. Während der Betrachter versucht, von der unmittelbar vor ihm platzierten Kamera wahrgenommen zu werden, bleibt sein Abbild konsequent unsichtbar. Es entsteht eine Brechung der Kontinuität, der Erfahrung, die sagt, wo eine Kamera und ein Bildschirm steht, sei ein Abbild gegeben. Dabei geht es um mehr als um die Melancholie des durch Technik und Virtualität entfremdeten Menschen, immerhin sind die Abbilder bestimmter Personen zu erkennen. Die Aufteilung der einzelnen Betrachter, also eine Regulierung von Raum und Zeit der Identitäten ordnet, wer Teil hat an bestimmten gesellschaftlichen Prozessen. Es ist eine spezifische, ausgrenzende und ausschließende Konstellation, wer inszeniert und wer inszeniert wird. Alles spricht für einen undurchdringlichen technischen Aufwand mit Bewegungsmeldern, Bildgenerierung, Renderingprozessen und dem unwiderruflichen Glauben an die Unfehlbarkeit der Technik. Aber wenn genau das die Konspiration ist, derer sich endlich alle bewusst werden, entsteht durch den Einblick in die Inszenierung ein Verständnis von Manipulierbarkeit. Jos Diegel
  • Jahr 2013
  • Länge 03:13
  • Gattung Experimental
  • Prüfung Freies Projekt
David Sarno - How I Learned…
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