• Die Gewinnerin des ARTE-Kurzfilmpreises: Brenda Lien (m.), Regisseurin von CALL OF CUTENESS, gemeinsam mit Barbara Häbe von Arte (r.) und Festivalleiterin Diana Iljine
  • Film School Fest Munich  37th Munich International Festival of Film Schools - Wolfgang-Längsfeld-Preis for the Most Original Film for SOG by Jonatan Schwenk
  • AWARD CEREMONY: The Wolfgang-Längsfeld-Preis 2017 went to Jonatan Schwenk for his film SOG. The jury member Lisa Högg (r.) surprised him with a cake in the shape of a fish. Credit: Ronny Heine
  • FILMSCHOOLFEST MUNICH: 2 Preise!
  • FILMSCHOOLFEST MUNICH: 2 Preise!
  • Call of Cuteness
  • Sog

27 11 2017

FILMSCHOOLFEST MUNICH: 2 Preise!

Am Samstag, den 25. November wurden die Preise des 37. FILMSCHOOLFEST MUNICH in der HFF – Hochschule für Fernsehen und Film München verliehen. Insgesamt liefen 44 Filme von jungen Filmemachern und Filmemacherinnen aus 17 Ländern im internationalen Wettbewerb, darunter 25 Spielfilme, 11 Dokumentarfilme, 7 Animationsfilme und ein Experimentalfilm. Sie stammen aus Australien, Belgien, Brasilien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Israel, Kanada, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Singapur, Ungarn, USA und Venezuela. Die Preisträgerfilme kommen dieses Jahr aus acht verschiedenen Ländern. Es wurden 13 Preise mit einem Preisgeld von insgesamt rund 70.000 Euro verliehen.

„Der Zeitgeist und die Themen, die unsere Gesellschaft gerade beschäftigen, waren in allen Festivalbeiträgen zu spüren“, so die Festivaljury. „Ein Zeichen dafür, dass auch die junge Generation Filmemacher und Filmemacherinnen ein Gespür besitzen, wichtige Themen frühzeitig zu erkennen.“

 

Im internationalen Wettbewerb gingen 2017 insgesamt drei Preise an deutsche Produktionen. Neben dem Hauptpreis für Sinje Köhler erhielt „Call of Cuteness“ von Brenda Lien (Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main) den ARTE-Kurzfilmpreis: „Provozierend, verstörend und gnadenlos seziert die junge deutsche Filmemacherin unser Verhältnis zu einem der beliebtesten Haustiere: Die Katze“, so die ARTE-Jury. Ein weiterer Preis ging nach Offenbach: Jonatan Schwenk wurde für seinen Animationsfilm „Sog“ mit dem Wolfgang-Längsfeld-Preis für den originellsten Film ausgezeichnet.

 

CALL OF CUTENESS von Brenda Lien

Die Jury des ARTE-Kurzfilmpreises (Barbara Häbe und Team):
„Provozierend, verstörend und gnadenlos seziert die junge deutsche Filmemacherin unser Verhältnis zu einem der beliebtesten Haustiere: Die Katze. In dem kurzen und präzisen Animationsfilm verschmelzen Bilder von Kastrationen und Gentests mit solchen der „Cat Fails“. Bissig und kompromisslos wird uns vorgesetzt, was wir gerne sehen und, was wir lieber nicht sehen würden. Mit seinem abstrakten Horror schlägt CALL OF CUTENESS die Brücke zwischen tausenden YouTube-Videos, von „lol cats“ bis „Snuff“-Film. Wir gratulieren der Filmemacherin Brenda Lien für ihr außergewöhnliches Werk mit dem ARTE-Kurzfilmpreis 2017.“

 

SOG von Jonatan Schwenk

Jurybegründung:  Eine fremde Welt, kleine pelzige Gestalten – und Fische, die hilflos in Bäumen hängen. Und nervtötend um Hilfe schreien. Doch die Einwohner fühlen sich gestört. Nur einer tut das Naheliegende: er hilft.

Eine Metapher über Empathie und eine Gesellschaft, welche die Symptome, aber nicht die Ursachen bekämpft.

Eine subtil erzählte Geschichte die auf vielen Ebenen fasziniert und berührt. Der in Mischtechnik animierte Film zieht den Zuschauer vom ersten Bild an in seinen Bann. Tiefgründig. Außergewöhnlich. Originell.