• Lewandowski, Strauch und Frerix 2013
  • Darsteller Wojo van Brouwer, Regisseur Daniel Frerix und Filmmusiker Jan Dugge
  • Frerix, Pape, Lewandowski vor der Alten Oper Frankfurt
  • Daniel Frerix mit seinen LaudatorInnen.
  • Finale des hessischen Filmpreises 2013
  • Pieces of Venus

15 10 2013

Preisträger des hessischen Filmpreises 2013

Die HfG Offenbach konnte beim Hessischen Film- und Kinopreis 2013 gleich drei Erfolge verzeichnen:

Daniel Frerix gewann mit seinem Diplomfilm »Pieces of Venus« den mit 7.500 Euro dotierten Hessischen Hochschulfilmpreis. Betreut wurde der Film von Rotraut Pape, Professorin für Film/Video an der HfG.

Mit dem Drehbuchpreis, ebenfalls mit 7.500 Euro dotiert, ist der Ehemalige der HfG, Pjotr J. Lewandowski ausgezeichnet worden. Den undotierten Sonderpreis der Jury erhielten der HfG-Absolvent Carsten Strauch und der Schauspieler Rainer Ewerrien für ihre Comedy-Serie »Götter wie wir«. Die Serie, an der auch Pjotr J. Lewandowski und die HfG-Absolventin Nina Werth beteiligt waren, ist Anfang Oktober bereits mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet worden. 

Verliehen wurden die Hessischen Film- und Kinopreise am 11. Oktober 2013 in der Alten Oper Frankfurt.
Jurybegründung Hessischer Hochschulfilmpreis: 
Hochschulfilme sind Visitenkarten. Sie zeigen auf, wo ein Absolvent hin will. »Pieces of Venus« ist ein Versprechen auf weitere interessante Regiearbeiten. Daniel Frerix legt mit »Pieces of Venus« ein eigenwilliges, sinnliches Stück Kino vor, das auf der großen Leinwand bestehen kann. Nicht zuletzt deshalb, weil der Film auf Dialoge verzichtet. Er entwickelt seine Narration ganz aus den Bildern. Eine schöne Idee, eine kluge Entscheidung, ein überzeugender Film. 

Jurybegründung Drehbuchpreis: 
Das Drehbuch »Jonathan« von Piotr J. Lewandowski hat das Zeug zu einer tragfähigen Kinogeschichte. Schicht für Schicht legt der Autor ein Familiengeheimnis frei. Jonathan muss lernen, wie man zum einen mit sich selbst und zum anderen mit den Lebensentwürfen anderer umgeht – und schließlich mit der Erkenntnis, dass der Vater auch ein sexuelles Wesen ist, mit einem Recht auf ein ganz eigenes Leben in allen seinen Phasen, insbesondere in der Zeit vor dem Tod. Ein Drehbuch voller Zärtlichkeit und schmerzhafter Erfahrungen, dem die Jury eine gute Hand bei der Umsetzung wünscht. 

Aus der Jurybegründung zum Sonderpreis der Jury: 
Rainer Ewerrien und Carsten Strauch spielen nicht nur Inge und Renate Gott, sondern auch noch über ein Dutzend weiterer Rollen in der von ihnen und Nina Werth erfundenen Serie. Sie brillieren als Noah, Moses, Judas oder Jesus und tun dies stets mit untrüglichem Gespür für Feinheiten. Ihr Humor setzt nicht auf die brachiale Pointe, sondern auf Charme, Ironie und Überraschung. Jede einzelne von Ewerrien und Strauch gespielte Figur wird sofort zu einem Charakter. Mit größter Liebe zum Detail erwecken diese beiden Meister des Komischen ihre Schöpfungen zum Leben und zeigen uns aufs Allersympathischste deren unbekannte Seiten. Dies tun sie mit einem traumwandlerischen Gespür für Timing, Tragik und theologische Tücken. Wenn ein Frankfurter und ein Offenbacher gemeinsam solch eine Schöpfung präsentieren, kann man dies ohne Wenn und Aber als Gottesbeweis anerkennen.